Dr. Brendan Röder

Junior Researcher in Residence Sommersemester 2026

LMU München

Geschichte der Frühen Neuzeit

Brendan Röder ist Akademischer Rat auf Zeit und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit des Historischen Seminars der LMU. Seine Dissertation (2019) war an der Schnittstelle von Körper-, Rechts- und Religionsgeschichte angesiedelt und erschien 2021 als „Der Körper des Priesters. Gebrechen im Katholizismus der Frühen Neuzeit“ in der Reihe Historische Studien im Campus Verlag. Die Forschungen dazu unternahm Brendan Röder in Rom und am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. Danach war er Postdoc und ab 2023 Principal Investigator im Sonderforschungsbereich „Vigilanzkulturen“. Er absolvierte Auslandsaufenthalte in Berkeley, Budapest, London, Rom und Oxford. Seine Forschungsinteressen umfassen die Körper-, Medizin- und Sinnesgeschichte, die Rechts- und Stadtgeschichte sowie die Globalgeschichte des Katholizismus.

Projekt am CAS:

Am CAS widmet sich Brendan Röder einerseits seinem zweiten Buchprojekt (Habilitation) zu präventiven Praktiken in der städtischen Gefahrenabwehr. Am Beispiel des frühneuzeitlichen Augsburgs wird die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner in die Feuer- und Nahrungsmittelsicherheit sowie die Abwehr von Seuchen untersucht. Entgegen der Vorstellungen von Fatalismus oder einer disziplinierenden Instrumentalisierung von Bedrohungsszenarien „von oben“ erscheint die Gefahrenabwehr als komplexes kommunales Interaktionsfeld, in dem die Wahrnehmung, Meldung und Bekämpfung von Gefahren häufig aus der Bevölkerung erfolgte. Zugleich soll während des Aufenthalts ein neues Projekt zu Mordfällen in der katholischen Kirche exploriert werden, das eine umfangreiche archivalische Überlieferung aufarbeitet und neue Erkenntnisse für die Kriminalitätsgeschichte und die Geschichte der globalen Verwaltung der Kirche verspricht.

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