Tanja Mohr, 10G06, 2006 (Kunst am CAS, WS 2009/10)

The Institutional Architecture for a 1.5 °C World

Rechtswissenschaften | Akademisches Jahr 2023/2024

Klimaschutz braucht starke Institutionen. Stark ist eine Institution, wenn sie über eine rechtliche Architektur – über Organisation, Personal, Verfahren und Kompetenzen – verfügt, die den Eigenheiten ihrer Aufgabe gerecht wird und damit eine effektive Aufgabenerfüllung ermöglicht. Dass viele Staaten ihre selbst gesetzten Klimaziele nicht erreichen, deutet darauf hin, dass die Passung von Institutionen und Aufgabe im Bereich Klimaschutz derzeit jedenfalls nicht optimal ist. Zweifel werden insoweit denn auch immer wieder artikuliert. Parlamente etwa sollen nicht in der Lage sein, effektiven Klimaschutz zu bewirken, weil Abgeordnete ihre Entscheidungen an kurzfristigen politischen Erfolgen ausrichten.

Internationalen Institutionen mangele es an der erforderlichen Durchsetzungskraft, den unabhängigen Gerichten an ausreichender demokratischer Legitimation. Wer aber kann, soll, muss es dann richten? Welche Institution ist aufgrund ihrer Ausgestaltung in der Lage, den Wandel hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft zu gestalten?

Ziel der CAS Research Group „The Institutional Architecture for a 1.5 °C World“ ist es, die Zusammenhänge zu untersuchen, die zwischen der rechtlichen Architektur einer Institution und ihrem Potential bestehen, Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Dazu sollen „klassische“ Institutionen (Parlamente, Höchstgerichte, Zentralbanken) verschiedener nationaler Rechtsordnungen und der EU verglichen und Einrichtungen gegenübergestellt werden, die speziell für die Zwecke des Klimaschutzes geschaffen bzw. ausgestaltet wurden (Platform on Sustainable Finance, International Sustainability Standards Board, European Financial Reporting Advisory Group). Es gilt, systematisch aufzuzeigen, wie die einzelnen Elemente der rechtlichen Ausgestaltung einer Institution ihre Beiträge zum Klimaschutz beeinflussen. Auf dieser Grundlage sollen die bestehenden institutionellen Architekturen bewertet und Reformvorschläge entwickelt werden.

Sprecher:innen

Prof. Dr. Ann-Katrin Kaufhold

LMU München

Jura

Prof. Dr. Rüdiger Veil

LMU München

Jura

Mitglieder

Prof. Merijn Chamon, Ph.D.

Vrije Universiteit Brussel

Jura

Prof. Dr. Veerle Colaert

KU Leuven

Jura

Prof. Navroz Dubash, Ph.D.

National University of Singapore

Klimaforschung

Cristián Flores Fernández

Humboldt Universität zu Berlin

Jura

Prof. Dr. Seraina Grünewald

Universität St. Gallen

Jura

Andrés Pirazzoli, LL.M.

Senior Climate Change Consultant Chile

Jura

Prof. Dr. Kirsten Schmalenbach

Paris Lodron Universität Salzburg

Jura

Dr. Maria Antonia Tigre

Columbia Law School

Jura

Doktorandinnen und Doktoranden

Zuzanna Buszman (University of Warsaw), Pieterjan Heynen (KU Leuven), Lena Kannenberg (LMU), Zsa Zsa Knödler (Radboud University), Maximilian Kurdow (LMU), Julia Nassl (Helmut Schmidt University Hamburg), Anna-Lena Vogt (LMU).

Veranstaltungen

Tanja Mohr, 10G06, 2006 (Kunst am CAS, WS 2009/10)

Tanja Mohr, 10G06

Das Werk 10G06 (Öl und Pigment auf Leinwand, 2006) wurde im Rahmen der Ausstellung von Tanja Mohr gezeigt, die im Wintersemester 2009/10 am CAS stattgefunden hat. © Tanja Mohr

Zur Ausstellung am CAS