Maßstäbe

Zentrale Entwicklungen in den Geisteswissenschaften der letzten Jahrzehnte haben viel mit veränderten Maßstäben zu tun.

Zentrale Entwicklungen in den Geisteswissenschaften der letzten Jahrzehnte haben viel mit veränderten Maßstäben zu tun, und das sowohl auf die Gegenstände der Analyse bezogen als auch auf die eingenommenen Perspektiven und angewendeten Methoden. Zu nennen sind etwa das „Deep Reading“ in der Literaturwissenschaft, das mit Methoden der Digital Humanities zuvor unzugängliche Mengen an Texten analysierbar macht. Oder die Globalgeschichte, die die Geschichtswissenschaft aus den Rahmen der jeweiligen Nationalgeschichten löst. Aber auch mikroskopisch-genaue Aufschlüsselungen von Werken der bildenden Kunst haben einen Paradigmenwechsel bewirkt.

Der Schwerpunkt will diese Entwicklungen unter der Frage nach dem Maßstab resp. der Maßstabstreue und der Maßstabsgerechtigkeit zusammenführen und dabei auch bewusst die normativen Implikationen einbeziehen. Unter dem Begriff der „Skalierung“ werden aktuell Fragen der Größenordnung in den Geisteswissenschaften diskutiert, die ursprünglich aus den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Ökonomie stammen. Um den Aspekt der Normativität erweitert soll zunächst eine begriffliche Schärfung erfolgen und ein Werkzeugkasten der Analyse geschaffen werden. In einem zweiten Schritt sollen die Werkzeuge in verschiedenen Fallstudien zur Anwendung kommen.

Sprecher:innen

Prof. Dr. Carlos Spoerhase

Sprecher des CAS-Schwerpunktes „Maßstäbe”

Germanistik

Dr. Sina Steglich

Sprecherin des CAS-Schwerpunktes „Maßstäbe”

Neuere Geschichte

Arbeitsgruppe

  • Dr. Buket Altinoba, Kunstgeschichte, LMU
  • Prof. Dr. Burcu Dogramaci, Kunstgeschichte, LMU
  • Prof. Dr. Benjamin Loy, Romanische Literaturwissenschaft, LMU
  • Prof. Dr. Pierre-Héli Monot, Amerikanistik, LMU
  • Prof. Dr. Kärin Nickelsen, Wissenschaftsgeschichte, LMU
  • Prof. Dr. Julian Schröter, Digitale Literaturwissenschaft, LMU
  • Prof. Dr. Meike Wagner, Theaterwissenschaft, LMU
  • Prof. Dr. Roland Wenzlhuemer, Neuere und Neueste Geschichte, LMU