© Olaf Probst
Einführung: Prof. Dr. Juliane Prade-Weiss (Komparatistik, LMU)
Atompilze erscheinen als überwältigende, beinahe erhabene Formationen von irritierender Schönheit. Doch sie sind die sichtbare Signatur einer tödlichen Realität: der menschlichen Fähigkeit zur Selbstvernichtung. Abbildungen von Atompilzen entstehen durch technische Apparaturen – sie sind Dokument und mediale Konstruktion zugleich, oszillierend zwischen Evidenz und Trugbild. Olaf Probst untersucht in seiner künstlerischen Arbeit die Beziehung von Sprache, Schrift, Text und bildnerischer Form. Am Motiv des Atompilzes kann er zeigen, wie Bilder zu Texten und Texte zu Bildern werden.
Olaf Probst studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Rudolf Schoofs, Sotirios Michou und Jürgen Brodwolf. Er lebt und arbeitet in München.
Juliane Prade-Weiss ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU.
Kunst am CAS präsentiert Arbeiten von Münchner Künstlerinnen und Künstlern und wird von der UniGalerie der LMU unterstützt.
Anmelde-Info
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter info@cas.lmu.de erforderlich.